8Monats Schlafregression

Die 8. Monats Schlafregression beschreibt eine Phase, in der dein Baby rund um das 8. Lebensmonat auf einmal schlechter schläft als zuvor. Dein Baby kommt schwerer als zuvor zur Ruhe, ist wie ein "Stehaufmännchen" oder "DuracellHäschen" und findet nur sehr schwer in den Schlaf. Hier findest du mehr Infos.

8monats Schlafregression

Was steckt hinter der Schlafregression? 

Schlafregression beschreibt eine Phase, in der Babys und Kleinkinder plötzlich - ohne erkennbaren Grund - schlechter schlafen als zuvor. Für uns Eltern fühlt sich das wie ein Rückschritt (Regression) in der Schlafentwicklung an - jedoch steckt dahinter Entwicklung. Dein Baby oder Kleinkind wacht plötzlich (wieder) häufiger auf, braucht länger zum Einschlafen oder kommt nur schwer zu Ruhe. Im Baby- und Kleinkindalter gibt es einige Phasen in denen es zu einer Schlafregression kommt: rund um den 4. Lebensmonat, den 8. Lebensmonat und den 18. Lebensmonat.

Diese „Phase“ (Spoiler: ist leider nur eine von vielen) in der Tag- und Nachtschlaf herausfordernder sind dauert meist 2-6 Wochen und ist vollkommen normal. Hintergründe für Veränderungen des Schlafs sind Wachstum und auch große Entwicklungsschritte, die zu meistern sind. Diese großen Entwicklungsveränderungen fordern Baby und Kleinkinder und es wirkt plötzlich "alles durcheinander". Was eine Zeitlang gut funktioniert hat, klappt plötzlich nicht mehr. Rituale die gut eingespielt waren funktionieren nicht mehr....... Durch die großen Entwicklungsschritte die in dieser Zeit passieren, geht diese Phase nicht wirklich vorüber, da dein Kind plötzlich soviel Neues kann und versteht, ist diese Phase eine Art Neubeginn und es braucht bis sich alle wieder miteinander finden und verstehen lernen - neue Rituale, neuer Rhythmus, neues Miteinander. 

Für uns Eltern sind diese Phasen teilweise sehr herausfordernd, anstrengend und sprengen unsere Ressourcen. Eltern kriegen in der Zeit meist nur sehr wenig Schlaf – sind selbst übermüdet und vielleicht auch überreizt. Die gute Nachricht: Meist beruhigt sich alles wieder und viele finden zu den gewohnten Ritualen zur Ruhe. Durch die großen Entwicklungsschritte in dieser Zeit, bietet sich auch die Möglichkeit neue Rituale zu etablieren. Manchmal schleichen sich aber durch die herausfordernde Situation auch ungewollte - herausfordernde - Rituale ein. 

 

Die 8. Monats Schlafregression - von Stehaufmännchen und Dampfloks

Die meisten Babys haben mit 8 Monaten keine Zeit zum Schlafen – das Leben ist viel zu interessant und sie könnten etwas versäumen (auch nachts 😉).

Motorische Entwicklung: Die ersten Lebensmonate sammeln Babys Engerie und die Entwicklungs nimmt fahrt auf - läuft auf Hochtouren. Gerade in diesem Alter beginnen fast alle Babys sich fortzubewegen und sind dann nicht mehr zu stoppen! Sie sind wie kleine Dampfloks - auf voller Fahrt und diese dann zu bremsen- das ist echt herausfordernd – alleine im Bett zur Ruhe zu kommen ist da fast unmöglich. Außerdem sind sie wie kleine „Stehaufmännchen“ – sobald ihr Rücken die Matratze berührt setzten sie sich auf oder krabbeln herum.

Sozial-emotionale und kognitive Entwicklung: Rund um das 8. Lebensmonat macht dein Baby auch große Entwicklungsschritte, die vielleicht nicht so sichtbar sind wie die motorische Entwicklung - aber deutich "fühlbar". Die Gefühle erwachen und es beginnt eine sehr gefühlsreiche und gefühlsintensive Zeit.
Die Babys beginnen zu fremdeln - es taucht die sogenannte "8. Monats Angst" auf - dein Baby kann nun zwischen Bekannt und Unbekannt unterscheiden. Mag vielleicht nicht mehr von jedem/r hochgenommen werden, fühlt sich bei Personen die es nicht so gut kennt nicht wohl - lässt sich von andern nicht so leicht beruhigen.

Babys in dem Alter haben auch meist schon ganz konkrete Pläne - was sie vor haben, was sie sich von Mama und Papa erwarten - wohin es gehen soll/wir sie tragen sollen - was sie haben wollen UND wenn diese Pläne "gestört" werden, kann das wirklich frustrierend sein. Außerdem sind Babys auch nicht mehr so leicht ablenkbar - sie wissen, dass Dinge die weg sind, nicht weg sind und lassen sich nicht mehr so leicht mit Alternativen ablenken und somit beruhigen. Typisches Beispiel: Smartphone, Schlüssel... das kennt ihr vermutlich :-) Öfter taucht jetzt vermutlich das Wort "Nein" auf und es wird notwenig Grenzen zu ziehen (oftmals zur Sicherheit der Babys) - dies wird mitunter begleitet von (heftigen) Gefühlen wie Frust und Ärger. Diese heftigen Gefühle sind nicht nur für Babys herausfordernd, sondern auch für uns Eltern :-)

Schlafen wird zur Herausforderung

Gerade weil sich soviel verändert sind Babys machmal auch anhänglicher, will mehr getragen werden und braucht auch nachts mehr Körperkontakt und auch Nahrung - weil tagsüber kann die Zeit mitunter so wertvoll sein, dass die Kinder keine oder nur wenig Zeit zum Kuscheln und Essen haben. Vielfach verändern sich auch die Einschlafrituale in dem Alter und viele Familien (kehren wieder zurück zum „in den Schlaf tragen, stillen/Flasche..“, weil die Babys sonst nicht zur Ruhe kommen und in den Schlaf finden. Das kann in dem Alter (Überlebens)notwendig sein.

SiebenschläferTIPP:

Auch wenn dein Baby glaubt keine Pause zu brauchen, achte darauf, dass es tagsüber regelmäßige Schlaf- und Ruhepausen gibt. Stündlich 5-10 Minuten ruhige Beschäftigung und Pause reichen bereits aus. Gerade das in den Schlaf sinken tagsüber ist sehr herausfordernd. Da kann es schnell passieren, dass die Babys übermüdet und überreizt sind und abends „zu müde“ sind um sich zu entspannen und einzuschlafen. Verbringt viel Zeit an der frischen Luft und achte auf deine/eure Familienressourcen. 

Auch wenn es „nur“ eine Phase ist, ist es wichtig, dass du auf deine Ressourcen und die Bedürfnisse deines Babys oder Kindes gut achtest. Es gibt Tipps und Tricks die dich die Phase entspannter durchhalten lässt.

Wenn du hier Unterstützung brauchst, stehen wir dir gerne im Zuge der Entwicklungsbegleitung zur Seite!

(c) Siebenschläfer Kinderschlaf und mehr, März 2021

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